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Mi, 12.02.2020, 18:30 - 21:00 Uhr
Ort: Institut Francais Mannheim D5
Antisemitismus in Deutschland und Frankreich
vom Ende des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Kreutz & Podiumsdiskussion: Rita Althausen (Jüdische Gemeinde Mannheim), Virginie Jouhaud-Neutard (IF), Prof. Dr. Wilhelm Kreutz
Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts legten zahlreiche Pamphlete und vermeintlich wissenschaftliche Studien in Deutschland wie Frankreich die Grundlagen des modernen „Rassenantisemitismus“, der u.a. zum „Berliner Antisemitismusstreit“ oder zur „Dreyfus-Affäre“ führte. Aber nur in Deutschland gelangte mit der NSDAP 1933 eine Partei an die Macht, für deren totalitäre Ideologie radikale Judenfeindschaft und exzessiver Judenhass konstitutiv waren, die nach Ausgrenzung und Verfolgung der deutschen Juden im Zweiten Weltkrieg mit der systematisch-planvollen Vernichtung (fast) aller europäischen Juden ihren barbarischen Höhepunkt fanden.
Sprache: deutsch
Eintritt: frei
In Kooperation mit dem Mannheimer Altertumsverein und den Mitveranstaltern der „Deutsch-Französischen Geschichte(n)"

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Do, 12.03.2020, 17:00 - 19:00 Uhr
Ort: Café Prag, E4 17, Mannheim
Ey! Wie schmeckt der Coffee süsse
– deutsche und französische Traditionen der Kaffee-Kantante
Vortrag mit Klangbeispielen von Dr. Louis Delpech (Zürich)
Die humoristische Kaffeekante ist ungewöhnlich für das Werk von Johann Sebastian Bach – weder geistlich, noch ein fürstliches Huldigungsstück. Aber der Leipziger Starkantor war nicht der einzige, der dem braunen Lebenselixier Noten widmete: in Paris entstanden Nicolas Berniers Kantate „Le Caffé“ und Marin Marais‘ „Saillie du Caffé“. Der Musikwissenschaftler Dr. Louis Delpech von der Universität Zürich nimmt uns mit auf eine musikalische Reise durch die Barockmusik Deutschlands und Frankreichs – und Adonis Malamos vom Café Prag sorgt passend dazu für ausgewählte Kaffeespezialitäten.
Sprache: deutsch
Eintritt: frei, Verzehr auf eigene Kosten
Kontakt: hiram.kuemper@uni-mannheim.de
Eine Veranstaltung der Universität Mannheim, Historisches Institut (Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit) in Kooperation mit den Mitveranstaltern der „Deutsch-Französischen Geschichte(n)“

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Fr, 17.04.2020, 18:15 - 20:00 Uhr

Ort: Institut Francais Mannheim D5
Vom Flohmarkt ins Museum. Die Fotografien aus Toulon von Robert Häusser
Vortrag von Prof. Dr. Claude W. Sui, Reiss-Engelhorn-Museen / Forum Internationale Photographie
2002 endeckte ein Besucher auf dem FLohmarkt in Toulon eine Kassette mit 47 Fotografien der Stadt Toulon, Arbeiten von Robert Häusser aus dem Jahr 1959. Nach einem abenteuerlichen Umweg über den Kunsthandel konnten die Fotografien dank der MVV Energie AG als Schenkung dem Forum Internationale Photographie der Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen übergeben.
Sprache: deutsch
Eintritt: frei
In Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen und den Mitveranstaltern der „Deutsch-Französischen Geschichte(n)“

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Fr, 03.07.2020, 19:00 - 20:30 Uhr
Ort: REM, Museum Zeughaus Mannheim C5, Florian-Waldeck-Saal
Quand Mannheim parlait français –
Französische Hofkultur und französischer Kultureinfluss im Mannheim des 18. Jahrhunderts
Abendvortrag von Dr. Jörg Kreutz (Kreisarchiv Rhein-Neckar-Kreis, Ladenburg)
Der französische Jesuit François-Joseph Terrasse Desbillons (1711–1789) war ein Universalgelehrter, der als Fabeldichter einige Berühmtheit erlangt, sich aber auch auf vielen anderen Feldern betätigt hat. Nach dem Verbot seines Ordens in Frankreich kam er 1764 an den kurpfälzischen Hof nach Mannheim und brachte seine umfangreiche Büchersammlung mit, die er bis zu seinem Tod erweitert hat. Sie stellt heute die wohl größte französische Gelehrtenbibliothek des Barock außerhalb Frankreichs dar und wird in der hiesigen Universitätsbibliothek gemeinsam mit seinem handschriftlichen Nachlass verwahrt. Diesem Schatz und seinem Schöpfer widmet die Bibliothek im kommenden Jahr eine Ausstellung. Am 3. Juli findet außerdem ein deutsch-französisches Forschungskolloquium zum „Kosmos Desbillons“ (MAV, Universität Mannheim, Universität Reims) statt. Im öffentlichen Abendvortrag, der es beschließt, wird Dr. Jörg Kreutz uns in das Mannheim entführen, das der Jesuit bei seinem Eintreffen vorfand – und die vielen Verbindungen zwischen Deutschland und Frankreich in dieser Zeit aufzeigen.
Sprache: deutsch
Eintritt: frei
Kontakt: hiram.kuemper@uni-mannheim.de
Eine Veranstaltung der Universität Mannheim, Historisches Institut (Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit) in Kooperation mit den Mitveranstaltern der „Deutsch-Französischen Geschichte(n)“

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Mi, 15.07.2020, 18:00 - 20:00 Uhr

Ort: MARCHIVUM, Archivplatz 1, Mannheim
In Memoriam 1870/71: Mannheim zwischen Mobilmachung, Kriegsalltag und Kriegserinnerung
Vortrag von Doreen Kelimes
„Die Entscheidung ist da, sie lautet Krieg!“, schrieb am 16. Juli 1870 das Mannheimer Journal. Am 19. Juli wurde offiziell von Frankreich an Preußen der Krieg erklärt. Nur vier Tage später war die badische Mobilmachung vollendet. In Mannheim waren die Tage des Krieges geprägt von massiven Truppendurchmärschen, der Behandlung von verwundeten deutschen und französischen Soldaten, von freiwilligen Hilfsleistungen und dem Gefühl zwischen Siegestaumel und Trauer um die gefallenen Soldaten. Ein Vortrag über die militärische Mobilmachung, den Kriegsalltag der Mannheimer Bevölkerung und die Erinnerung an einen längst vergessenen Krieg.
Mit musikalischer Umrahmung.
Sprache: deutsch
Eintritt: frei
Kontakt: marchivum@mannheim.de
Eine Veranstaltung von MARCHIVUM in Kooperation mit den Mitveranstaltern der „Deutsch-Französischen Geschichte(n)“

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